Samstag, 22. Februar 2014
**Am 22. Februar 2014 wurden die Mitglieder des neu gegründeten Stamm Drei Gleichen aus Nesse-Apfelstädt von Andreas Richter als Teil der Landesleitung des VCP Mitteldeutschland am Kummelkreuz Kornhochheim durch Überreichung einer Urkunde in den Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder aufgenommen. Rund 20 Mitglieder unter der Stammesleitung von Sabine Währisch, Scott Quade, Benjamin Schneider, Udo-Wich Heiter und Pfarrer Michael Göring nahmen diese mit dem Versprechen entgegen, auch in Zukunft die Ideen der internationalen Pfadfinderbewegung miteinander umzusetzen. Den richtigen Tag hierfür hatten die jungen Scouts gewählt. Schließlich feierten mit ihnen zusammen weltweit alle Pfadfinderinnen und Pfadfinder den sogenannten „Thinking Day“, den Gedenktag zu Ehren des gemeinsamen Geburtstages der Gründer Robert und Olave Baden Powell am 22. Februar. **
Mit einer Stammesversammlung um 10 Uhr begann für die christlichen Pfadfinderinnen und Pfadfinder der Samstag im Pfadfinderzentrum Neudietendorf der Gemeinde Nesse-Apfelstädt. Hier wurde bei einem gemeinsamen Frühstück mit Geburtstagstorte, belegten Brötchen sowie Tee und Kaffee über den Stammesnamen abgestimmt, wobei sich „Stamm Drei Gleichen“ gegenüber „Stamm fleißige Waidbauern“ und „Stamm Neudietendorf“ durchsetzen konnte. Außerdem wurde in einer Wahl die bereits im September gewählte Stammesleitung um ein Mitglied ergänzt. Im Anschluss führte eine Wanderung unter dem Banner des VCP zum Kummelkreuz in Kornhochheim, um hier die Aufnahmefeierlichkeiten durchzuführen. Unter den Gästen waren hier auch Vertreter der „Gilde Drei Gleichen“, den Erwachsenenpfadfindern des Verbandes Deutscher Altpfadfindergilden e.V., um dem Stamm als Geschenk eine Stammesfahne zu überreichen. Zurück im Pfadfinderzentrum wurde die Aufnahme nach einem zünftigen Mittag, an dieser Stelle ein großes Dankeschön an das Küchenteam der Altpfadfindergilde, mit „Tschai“ beschworen.
Die Wurzeln der Pfadfinder rund um Neudietendorf reichen bis in das Jahr 1911 zurück. Bekannt ist der Ort durch die 1921 stattgefundene Reichsführertagung der Christlichen Pfadfinderschaft. Unter der Losung “Gott will es” schlossen sich hier alle christlichen Pfadfinderbünde des Deutschen Reiches zur Christlichen Pfadfinderschaft Deutschlands (CPD), einem Vorgängerbund des heutigen VCP, zusammen und verabschiedeten die “Neudietendorfer Grundsätze”. 1926 fand auf der Wanderslebener Gleiche das “Reichssingelager” der CPD statt. Nach der Verbotszeit im Dritten Reich und der DDR wurde die Pfadfinderarbeit mit der politischen Wende wiederbelebt. So traf sich zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 1990 eine Arbeitsgruppe des VCP im Zinzendorfhaus Neudietendorf um über den Aufbau des VCP in den neuen Ländern zu beraten. Pfingsten 1991 fand ein gesamtdeutsches Jubiläumslager zu 70 Jahren “Neudietendorfer Grundsätze” auf dem Gelände der Regelschule und des Zinzendorfparkes statt und kurz darauf wurde am 15. Juni der „VCP Stamm Drei Gleichen“ gegründet. 2004 verließen die Neudietendorfer Pfadfinder den VCP und wurden Mitglied im Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder sowie 2007 in der Pfadfinderschaft Fritz Riebold, die später Pfadfinderschaft Freiheit hieß. 2010 kehrten die meisten Pfadfinderinnen und Pfadfinder in den VCP zurück um nunmehr nach einer Phase des gegenseitigen Kennenlernens mit Hilfe des Gothaer VCP Stammes „Thüringer Wanderfalken“ sowie der Unterstützung des VCP Mitteldeutschlands als neuer „VCP Stamm Drei Gleichen“ die Anerkennung zu finden.
Montag, 07. April 2014
Die Mitgliederversammlung des Pfadfinderzentrums in Nesse-Apfelstädt hat in ihrer jüngsten Mitgliederversammlung am Montag, dem 7. April 2014 den Vorstand neu gewählt. Hendrik Knop wurde dabei als Vorsitzender mit 100% im Amt bestätigt.
Als Stellvertreter wurden Gorden Frank und Scott Quade gewählt. Komplettiert wird das Team durch die vier Beisitzer Philipp Hartung, Benjamin Schneider, Daniel Stegmann und Udo Wich Heiter. Als Träger kümmert sich der Verein um das gleichnamige Pfadfinderzentrum Drei Gleichen im Ortsteil Neudietendorf. Neben der Entwicklung als Kinder- und Jugendbegegnungsstätte im Outdoorbereich ist es den Mitgliedern dabei wichtig, die Arbeit des vor Ort ansässigen Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder e.V. Stamm Drei Gleichen sowie des Verband Deutscher Altpfadfindergilden e.V. Gilde Drei Gleichen zu unterstützen.
Mittwoch, 20. August 2014
Unter dem Motto „Volldampf 2014“ fand vom 6. bis 15. August 2014 das Bundeslager des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP), dem größten deutschen evangelischen Pfadfinderverband, auf dem Pfadfinderzeltplatz Schachen in der Nähe von Buttenhausen in Baden Württemberg statt. Unter den 4425 Pfadfinderinnen und Pfadfindern aus der ganzen Welt waren auch die „Scouts“ des Landkreises Gotha vom Stamm Drei Gleichen aus Nesse-Apfelstädt und vom Stamm Thüringer Wanderfalken vertreten, um thematisch in die Zeit der industriellen Revolution einzutauchen.
Scott Quade berichtet von den Erlebnissen der Thüringer: Am 6. August versammelte sich unsere Gruppe an der Shell-Tankstelle in Kornhochheim. Dort warteten wir gemeinsam auf den Bus, in dem die Stämme aus unserem Landesverband Mitteldeutschland (Sachsen-Anhalt und Thüringen) schon seit dem Morgen unterwegs waren. Mit ihnen ging es dann auf den Schachen im Landkreis Reutlingen, wo das diesjährige VCP Bundeslager 2014 „unter Volldampf“ stattgefunden hat. Wir sind gegen die Abendbrotszeit angekommen, haben schnell unsere Theater-Jurte und später unsere Giga-Jurte aufgebaut. Danach ging es zur Lagereröffnung mit dem Ortsbürgermeister und allen Verantwortlichen. Vom Freitag bis Samstag ging es dann auf eine Wanderung mit Übernachtung im Freien, von den Pfadfindern „Hajk“ genannt. In dieser Nacht haben wir unter freiem Himmel geschlafen, da wir nur große Zelte hatten, die man sehr schwierig transportieren kann. Doch auch diese Aufgabe haben wir gemeistert. In den nächsten Tagen haben die Gruppen Workshops angeboten, welche über das komplette Lager verteilt waren. Unser Workshop stand unter dem Thema „Die Erkundung Ägyptens“. Nebenbei versuchte man einen Weltrekord aufzustellen, die Erbauung der längsten Kugelbahn. Dieser musste jedoch unterbrochen werden und gelang erst am Ende des Lagers, da wir aufgrund einer Unwetterwarnung am Sonntagnachmittag bis zum nächsten Tag evakuiert wurden. Wir wurden in Turnhallen und Schulen, der Nebenorte, untergebracht. In den nächsten zwei Nächten wütete auch ein gewaltiger Sturm, doch auch diesen konnten wir, auf dem Lager, mit gemeinsamer Teamarbeit bezwingen und die Workshops liefen wie geplant weiter. Ein Zusammentreffen hatten wir auch mit dem Neudietendorfer Partnerstamm „Martin Luther King“ aus Wolfschlugen, welcher mit uns zusammen im Teillager „Explorer Club“ wohnte. Auch wenn das Lager sehr verregnet war, haben wir immer versucht das Beste daraus zu machen!
Zu den Fotos
Freitag, 29. August 2014
**Ein erneut gewachsener Teilnehmerkreis von 80 Erwachsenen “50 plus” des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder traf sich vom 29. bis 31. August im Zinzendorfhaus Neudietendorf, um etwas von der Geschichte evangelischen Pfadfindertums Anfang der 30er Jahre zu hören. Unter den Gästen waren auch Mitglieder der Gilde Drei Gleichen des Verband Deutscher Altpfadfindergilden. Hier dein Bericht von **Gebhart Groth.
Günter Brakelmann brachte uns engagiert und verständlich den zeitgeschichtlichen, theologischen und kirchenpolitischen Hintergrund zwischen 1930 und 1937 nahe. Sein Fazit aus dem Schrifttum der CP: Sie erlag der Illusion, mit ihrer national-konservativen Überzeugung und sozialen Arbeit von den Nazis als eigenständiger Beitrag zum sogenannten ‚neuen Deutschland‘ akzeptiert zu werden. Erst in der Auseinandersetzung mit den ‚Deutschen Christen‘ habe ein gründlicheres Nachdenken über das Wesen von Kirche begonnen. Noch vor Barmen (!) wurde dann im Schrifttum ausgesprochen, dass eine „Verehrung Hitlers als Heilsbringer“ für Christen nicht möglich sei. Es sei jedoch dabei geblieben, dass er „als Obrigkeit akzeptiert“ wurde. Damit könne der CP oder besser: vielen CPern (der Bund sei vielfältig gewesen) eine gewisse geistige Widerständigkeit zugesprochen werden, doch zum politischen Widerstand hätten sie nicht gezählt. In einer gelungenen Mischung aus amtlichen Dokumenten, persönlichen Zeugnissen und allgemeiner Darstellung stellten Gisela Bögershausen und Barbara von Cappeln die 30er Jahre für die EMP vor. Sie konnte ihre Eigenständigkeit länger bewahren, weil sie unselbständiger Teil der kirchlichen Jugendarbeit des Burckhardt-Hauses war. Allerdings musste auch sie Anfang 1934 auf viele praktische Elemente pfadfinderischen Tuns plus die Tracht verzichten und sich zur „Dienstschar“ umbenennen. Aus ganz persönlicher Sicht schilderte die neunzigjährige Zeitzeugin Hedwig Döbereiner die Drangsalierungen, denen die Mitglieder des Tatbundes Christlicher Pfadfinderinnen (Vorläufer des BCP) ausgesetzt waren. Man habe sich listig gewehrt: so seien Wanderungen als Untersuchungen zur Registrierung der Glocken in den Dörfern getarnt worden oder die Rundbriefe des Bundes in verschiedenen Briefkästen eingeworfen worden, um nicht durch die Menge aufzufallen. Natürlich wurde auch gewandert und gesungen. Heinz Mathäi änderte flexibel die Wegstrecke, weil die Vorträge mehr Zeit brauchten und Hanne Buder-Leitgen stellte mit ihrem Mann die damals verbotenen Lieder vor, die Klaus Meier in einem kleinen Liederheft kommentiert zusammengestellt hatte.
Freitag, 05. September 2014
Aus Nord (ganz oben) und Süd (ganz unten), aus West und Ost reisten Gildensprecher, Referenten und Interessierte zum Gildensprecher- und Referententreffen vom 5. bis 7. September 2014 nach Wandlitz bei Berlin. Natürlich war darunter auch die Gilde Drei Gleichen vertreten.
Das Treffen wurde am Freitag um 17:00 eröffnet und begann nach dem Abendessen mit den Regionstreffen (Nord, NRW, Süd). Anschließend trafen sich drei Arbeitsgruppen: HEK / Harambee Education Kenya (Die einzelnen Projekte wurden vorgestellt. Es wurde über die Möglichkeiten der Unterstützung des Projektes und der jungen PfadfinderInnen, die zum Arbeitseinsatz bereit sind, diskutiert.), Zukunft, Öffentlichkeitsarbeit und Mitgliederwerbung (Fazit der Arbeitsgruppe: Öffentlichkeitsarbeit und Mitgliederwerbung sind für unseren Verband wichtiger denn je. Wir wollen und wir brauchen neue Mitglieder. Ein(e ReferentIn für Öffentlichkeitsarbeit sollte schnellstmöglich gefunden werden.) und Gildenarbeit / Gildenprogramm (Wie gestalten wir unser Programm, um allen Gilden-Mitgliedern gerecht zu werden? Um diese Frage herum fand ein reger Erfahrungsaustausch statt) Am Samstag wurden die Ergebnisse der Arbeitsgruppen vorgetragen, es berichteten die Gilden und RegionssprecherInnen. In der aktuellen Stunde des Vorstandes wurden unter anderem die Termine für 2015 bekannt gegeben und auf das Musische Wochenende im Mai aufmerksam gemacht. Enzo berichtete vom Projekt Harambee Education Kenya, Manne lud zum Subregionstreffen im Herbst in Österreich ein. Cathrin berichtete vom Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit und bat alle Gilden, eine(n) VertreterIn zum nächsten Arbeitskreis (März 2015 in Essen) zu entsenden. Das Drumherum: Die früh Angereisten nutzen den Freitag, um Berlin zu erkunden. Für Samstagnachmittag gab es die Möglichkeit, in der “Waldsiedlung“ zu erfahren, wo und wie die Führung der DDR gelebt und gewirkt hat. Im “Barnim Panorama“ kamen Technikbegeisterte und Trecker-Fans, aber auch Naturliebhaber auf ihre Kosten. Und einige besuchten das Bürgerfest des Bundespräsidenten im Schlosspark Bellevue. Die Abende klangen aus mit einer großen Singe-Runde und mit vielen Gesprächen am Rande. Das diesjährige Gildensprecher- und Referententreffen wurde mit dem offiziellen Abschlusskreis am Sonntagvormittag beendet.
Dienstag, 07. Oktober 2014
Mit dem Aufbau einer riesigen Zeltburg wurde im Pfadfinderzentrum der Gemeinde Nesse-Apfelstädt das Projekt Zwischen Apfelstädt und Göpfertsgraben - Nachhaltigkeit im Tal der “Drei Gleichen” abgeschlossen. Die von der Aktion Mensch geförderte Maßnahme wurde vom Oktober 2011 bis September 2014 durchgeführt.
Unter dem rund 150 m² großen Zeltdach mit drei Türmen, der „Zeltburg Drei Gleichen“ präsentierten die Scouts Ende September die Ergebnisse, welche sich im Laufe der drei Jahre angesammelt hatten. Die Kinder und Jugendlichen des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder Stamm Drei Gleichen führten vom 19. bis 21. September in der Konstruktion ihr Stammeswochenende durch. Für die Zubereitung nachhaltiger, ökologischer Speisen und Getränke konnten die zahlreichen Küchenmaterialien und Utensilien genutzt werden, welche im Rahmen des Projektes angeschafft werden konnten. Und zum Nachtisch gab es frisch gepflücktes Obst von den Bäumen, welche drei Jahre zuvor gepflanzt wurden. Thematisch wurden noch einmal alle Etappen des Nachhaltigkeitsprojektes ausgewertet, wobei der gemeinsame Bau des Blockbohlenhauses aus Holz das sichtbarste Ergebnis bleiben dürfte. Langfristig erhalten – wenn auch nicht ganz so groß – bleibt dem Pfadfinderzentrum Drei Gleichen der errichtete Lehmbackofen. Diesen nutzten am Montag, dem 22 September die Jungen und Junggebliebenen Mitglieder des Verband Deutscher Altpfadfindergilden e.V. Gilde Drei Gleichen zu ihrem Gildenabend. Bei frisch gebackener Pizza aus Vollkornmehl wurden auch in dieser Runde am Lagerfeuer inmitten der Zeltburg die zurückliegenden Jahre ausgewertet. Ein Ergebnis was sich sehen lassen kann! Nicht nur, weil die Kinder und Jugendlichen trotz dem Zeitalter von Facebook und Smartphone jetzt wissen, dass die Milch nicht aus dem Supermarkt kommt …
Samstag, 11. Oktober 2014
**Während das Gelände des Neudietendorfer Pfadfinderzentrums Drei Gleichen barrierefrei betreten werden kann, hindern zwei Stufen, das ebenerdige Hauptgebäude ohne fremde Hilfe zu erreichen. Ähnlich schwierig ist es auf dem Gelände zu den sanitären Einrichtungen oder dem Blockbohlenhaus zu gelangen, da diese nur über die vorhandene Rasenfläche erreichbar sind. **
Mit Unterstützung der Aktion Mensch können die Barrieren nun abgebaut werden. Ganz im Sinne der Inklusion wird es damit allen Kindern und Jugendlichen möglich, die Angebote im Outdoorbereich uneingeschränkt und selbstständig zu nutzen. Im Rahmen der Förderaktion „Barrierefreiheit“ stehen dem Pfadfinderzentrum € 5000,- zur Verfügung um „kleine bauliche Vorhaben zur Beseitigung von Barrieren“ zu finanzieren. Die Aktion Mensch, welche als Aktion Sorgenkind gegründet wurde, feiert in diesem Jahr ihr 50jähriges Jubiläum. Neben Projekten im Bereich der Behindertenhilfe unterstützt der Verein unter anderem auch die Kinder- und Jugendarbeit. Inklusion stand für Aktion Mensch dabei schon im Mittelpunkt, als es den Begriff als solches noch nicht gab.
Montag, 24. November 2014

Tizian Ronacher entzündet in der Geburtsgrotte Jesu Christi in Betlehem das diesjährige Friedenslicht (ORF/Walid Kamar)
Der neunjährige Tizian Ronacher aus Linz entzündete am Montag, dem 24. November 2014 im Beisein von mehr als 100 Pilgern in der Geburtsgrotte in Bethlehem das ORF-Friedenslicht. Von dort aus wird das Licht als guter Weihnachtsbrauch erneut in alle Himmelsrichtungen von Flamme zu Flamme weitergegeben, um den Wunsch nach Frieden zu bekräftigen.
Gerade in diesem Jahr hoffen die Pfadfinderinnen und Pfadfinder wegen der kriegerischen Auseinandersetzungen in vielen Teilen der Welt auf Frieden und stellen die Aktion in diesem Jahr unter das Motto „Friede sei mit dir – Shalom – Salam“.
Erziehung zum Frieden ist einer der pädagogischen Aufträge des Pfadfindens. Daher verteilen Pfadfinderinnen und Pfadfinder in der Adventszeit das Friedenslicht aus Betlehem an viele Einrichtungen und Haushalte deutschlandweit. Mit dem diesjährigen Motto “Friede sei mit dir – Shalom – Salam“ setzt die Aktion den Schwerpunkt auf den interreligiösen Dialog.
Am dritten Adventswochenende wird das Friedenslicht dann im Rahmen einer internationalen ökumenischen Aussendefeier in der Wiener Gustav-Adolf-Kirche an Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus allen Ländern weitergegeben. Zum deutschen Kontingent zählen auch acht Thüringer Pfadfinderinnen und Pfadfinder.
Am 3. Advents-Sonntag, dem 14. Dezember bringen sie es um 18 Uhr in die St. Bonifatius-Kirche in Leinefelde-Worbis, wo es im Rahmen eines Aussendegottesdienstes feierlich in Empfang genommen wird, um es von hier aus bis Weihnachten in Kirchen, Rathäuser oder soziale Einrichtungen weiterzugeben.
Für die landesweite Aussendung haben sich erneut die Thüringer Bahngesellschaften und zahlreiche Helferinnen und Helfer der Pfadfinderverbände, Jugendfeuerwehren oder Kirchengruppen bereit erklärt. So wird das Friedenslicht am 4. Advents-Sonntag, dem 21. Dezember 2014 an über 250 Haltepunkten im ganzen Freistaat weitergegeben, damit es zu Heiligabend am 24. Dezember bei möglichst vielen Menschen brennen kann.
Montag, 08. Dezember 2014

Der 11jährige Timon Stegmann aus Neudietendorf ist einer der acht Thüringer Pfadfinder, welche am Wochenende das Friedenslicht aus Wien abholen
Ob im katholischen Erfurter Dom St. Marien oder in der evangelischen Pfarrkirche St. Marien in Ingersleben, am Heiligen Abend wird das Friedenslicht aus Betlehem in ganz Thüringen die Altarkerzen erleuchten. Damit das Friedenslicht nach Thüringen kommt, macht sich eine Delegation aus 8 Thüringer Pfadfinderinnen und Pfadfindern am dritten Adventswochenende nach Österreich auf, um es am 14. Dezember 2014 pünktlich um 18 Uhr zur Aussendungsfeier in die St. Bonifatius-Kirche nach Leinefelde-Worbis zu bringen.
Mareike Henkes und Lars Rinke von der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG), Christian Baranowski, Nicolas Naumann, Timon Stegmann und Udo Wich Heiter vom Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) sowie Hendrik Knop und Michael Knupp vom Verband Deutscher Altpfadfindergilden (VDAPG) sind Teil des Deutschen Friedenslichtkontingents.
In der Wiener Gustav-Adolf-Kirche nehmen sie an der internationalen ökumenischen Aussendefeier teil. Zusammen mit über 100 Scouts aus vielen Ländern der Welt, übernehmen sie hier die Flamme von Tizian Ronacher, welcher diese zuvor als Friedenslichtkind des ORF in Betlehem entzündet hatte.
Zurück in Thüringen werden sie das Friedenslicht vom Aussendegottesdienst in Leinefelde-Worbis aus im ganzen Land unter dem diesjährigen Motto „Friede sei mit dir – Shalom Salam“weitergeben.
Der neue Ministerpräsident Bodo Ramelow wird dabei sein, wenn am 21. Dezember um 9:30 Uhr vom Erfurter Hauptbahnhof aus, die Flamme mit Unterstützung der Thüringer Bahngesellschaften sowie vieler Helferinnen und Helfer an über 250 Bahnstationen verteilt wird um sie bis zum 24. Dezember an viele Menschen weiterreichen zu können.
Eine Stationen wird dabei am 22. Dezember auch die Thüringer Staatskanzlei sein, wo das Friedenslicht für die Landesregierung und den Landtag übergeben wird.
Dienstag, 16. Dezember 2014

In der Wiener Gustav-Adolf-Kirche: Michael, Udo, Hendrik, Christian, Mareike, Lars, Timon und Nicolas haben das Friedenslicht für Thüringen übernommen.

In der St. Bonifatius-Kirche in Leinefelde-Worbis: Mareike und Timon bei der Weitergabe des Friedenslichtes.
Über 1500 Kilometer mit dem Kleinbus des Kreisjugendring Gotha waren sie unterwegs, die 8 Thüringer Pfadfinderinnen und Pfadfinder. Nach Wien in die Gustav-Adolf-Kirche ging die Reise, um hier eine Kerze zu entzünden. Aber dafür solch einen Weg auf sich nehmen? Über 3000 Kilometer Fahrt nahmen andere Pfadfinderinnen und Pfadfinder ebenfalls auf sich. Kinder und Jugendliche aus einem Land, was derzeit um Frieden ringt. Junge Ukrainerinnen und Ukrainer fanden sich am 13.12.2014 ebenfalls zum Aussendungsgottesdienst für eine Flamme ein, die etwas Besonderes sein muss. Scouts aus ganz Europa und den vereinigten Staaten hatten sich aufgemacht um gemeinsam ein Licht zu teilen, das Friedenslicht!
Dem neunjährigen Tizian Ronacher aus Österreich war es in diesem Jahr zuteil, das Licht in der Geburtsgrotte Jesu Christi in Betlehem zu holen um es zusammen mit dem Österreichischen Rundfunk, hier entstand die Idee 1986, weiterzugeben. Weiterzugeben an Menschen guten Willens, welche es ihrerseits wiederum teilen, damit die Idee des Friedens am Heiligen Abend die Welt erhellt. Einen kleinen Beitrag für diesen Frieden, der nicht von außen kommen, sondern nur von jedem einzelnen geleistet werden kann, wie es Pfarrer Markus Könen aus Heiligenstadt bei der Ankunft des Friedenslichtes am Abend des 3. Advent in der St. Bonifatiuskirche von Leinefelde Worbis betonte, möchten auch Menschen in Thüringen leisten. Pfadfinderinnen und Pfadfinder, Mitglieder Jugendfeuerwehren, Kirchgemeinden oder einfacher gesagt, Menschen, wie Du und Ich sind es, welche das Licht aus Betlehem weitergeben. Am 4. Advent, dem 21. Dezember 2014 werden viele von Ihnen mit nichts weiter als Laternen und Kerzen in den Thüringer Zügen der Deutschen Bahn AG, der Erfurter Bahn, der Süd-Thüringen-Bahn, der Oberweißbacher Berg- und Schwarzatalbahn und der Vogtlandbahn unterwegs sein, um die Flamme bis zum Abend an 265 Stationen zu teilen. Empfangen werden sie dabei von Menschen mit den verschiedensten Hoffnungen. Vertreter aus Politik und Kirchen, Kindergärten, Vereine, caritative Einrichtungen oder der Nachbar von Nebenan, vereint in der Hoffnung nach Frieden. Anerkennung finden alle gemeinsam auch durch Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow, welcher das Friedenslicht um 9:30 Uhr in der Erfurter Bahnhofshalle mit auf den Weg gibt, um es tags darauf am 22. Dezember schließlich im Namen der Staatskanzlei und damit für den Freistaat selbst zu empfangen. „Du bist das Licht der Welt“ heißt es in vielen Gottesdiensten und Christvespern am Heiligen Abend. Das „Licht der Welt“ ist das Friedenslicht aus Betlehem nicht, aber es kann symbolisch dazu beitragen, dass Menschen inneren und äußeren Frieden finden, gemeinsam in allen Religionen!
Dienstag, 23. Dezember 2014

Vom Erfurter Bahnhof zu 265 Haltestellen in Thüringen: Pfadfinder Timon Stegmann, Oberbürgermeister Andreas Bausewein und Altpfadfinder Hendrik Knop (v.l.n.r.) beim Start der Aussendung des Friedenslichtes am 4. Advent

Mit den Thüringer Bahnen erreichte das Friedenslicht aus Betlehem ganz Thüringen: Pfadfinder Aaron Friedrich und Jean-Pierre Piethe (v.l.n.r.) bei der Weitergabe des Friedenslichtes am Weimarer Hauptbahnhof

Ministerpräsident Bodo Ramelow (selbst einst Pfadfinder) bei der Übergabe des Friedenslichtes durch Timon Stegmann am 22. Dezember 2014 in der Thüringer Staatskanzlei
Als „Botschafter des Friedens“ waren sie am vierten Advent unterwegs: Pfadfinderinnen und Pfadfinder, Floriansjünger sowie Kirchgemeindegruppen verteilten Thüringenweit das Friedenslicht! Im Gepäck hatten sie eine Botschaft für das diesjährige Weihnachtsfest: “Friede sei mit dir – Shalom – Salam“. Den interreligiösen Dialog wagen. Nicht nur, aber gerade zu Weihnachten, dem Fest des Friedens und der Liebe!
Die Erfurter Bahnhofshalle war gefüllt am Morgen des 21. Dezember. Vom Oberbürgermeister der Landeshauptstadt, Herrn Andreas Bausewein bis zum Reisenden, der eher zufällig vorbeikam, dann aber innehielt. Nachdem das Friedenslicht aus der Geburtsgrotte Jesu Christi über Wien am 3. Advent ins thüringische Leinefelde gebracht wurde, wurde es nun landesweit via Bahn weitergegeben. 265 Bahnstationen wurden von Erfurt aus sternenförmig erreicht. 265 Bahnstationen mit Menschen gefüllt, welche das Licht empfingen. 265 Bahnstationen, welche über die Jahre hinweg ganz unterschiedliche Traditionen entwickelt haben. In Weimar wurde das Friedenslicht im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes mit einem Posaunenchor empfangen, in Stadtilm wurde für das Friedenslicht gesungen und von Nordhausen aus verteilten das Friedenslicht die Jugendfeuerwehrgruppen im ganzen Landkreis. Ein Engagement, welches auch der erste Mann im Freistaat Thüringen, der Ministerpräsident Bodo Ramelow würdigte, indem er das Friedenslicht am 22. Dezember 2014 in der Staatskanzlei empfing. Einst selbst Pfadfinder, bedankte er sich insbesondere für den Einsatz der Kinder und Jugendlichen für die Idee des Friedens, welche durch die weltumspannende Flamme symbolisiert wird.Dieser Dank soll an dieser Stelle weitergegeben werden. Weitergegeben an alle Beteiligten des Arbeitskreises Friedenslicht Thüringen, welche die Aktion möglich gemacht haben. Dazu zählen insbesondere die Thüringer Pfadfinderinnen und Pfadfinder mit der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg - Diözesanverband Erfurt, dem Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder - Landesverband Thüringen e.V., dem Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder - Land Mitteldeutschland, dem Verband Deutscher Altpfadfindergilden e.V. Region Mitteldeutschland, dem Pfadfinderbund Weltenbummler - Landesverband Thüringen e.V., dem Pfadfinderbund Boreas, den WesleyScouts, den Christlichen Pfadfinderinnen und Pfadfindern der Adventjugend - Berlin Mitteldeutschland, dem Deutschen Pfadfinderbund - Jungenschaft und Hag Hohenstaufen in Altenburg sowie dem Ring evangelischer Gemeindepfadfinder - Stamm Turmfalken in Legefeld.Dazu zählen die Gruppen der Thüringer Jugendfeuerwehr, hier insbesondere die Jugendfeuerwehr Straußfurt und die Kreisjugendfeuerwehr Nordhausen. Und natürlich gehören auch die Gruppen der Evangelischen Jugend, wie die Evangelische Jugendarbeit im Kirchenkreis Greiz und die Evangelische Jugendarbeit im Kirchenkreis Zeitz sowie die Evangelische Kirchgemeinde Oberweißbach dazu. Ein besonders großer Dank gebührt den Thüringer Bahnen, welche nicht nur die Fahrt mit offenem Licht in ihren Zügen für das Friedenslicht genehmigt hatten, sondern auch erneut Freifahrkarten für einen Wert im vierstelligen Bereich zur Verfügung gestellt haben. Namentlich sind dies die Deutsche Bahn AG - Regio Thüringen, die Erfurter Bahn, die Süd-Thüringen-Bahn, die Oberweißbacher Berg- und Schwarzatalbahn sowie die Vogtlandbahn. Schlussendlich noch ein großes Dankeschön an die Medien des Freistaates Thüringen! Ohne die Berichterstattung von Thüringer Allgemeine, Thüringische Landeszeitung, Ostthüringer Zeitung, Südthüringer Zeitung, Freies Wort, Osterländer Zeitung, Mitteldeutscher Zeitung, dem Mitteldeutschen Rundfunk, Landeswelle Thüringen, Antenne Thüringen, der Deutschen Presse-Agentur, dem Evangelischen Pressedienst oder der Katholischen Nachrichten-Agentur hätte kaum jemand von der Aussendung des Friedenslichtes im Freistaat Thüringen erfahren.Verbunden mit der Hoffnung, dass das aus einem kleinen Licht mehr werden kann, als ein reines Symbol des Friedens bleibt der Wunsch nach einem friedvollen und gesegneten Weihnachtsfest. Weihnachten mit dem Friedenslicht aus Betlehem. “Friede sei mit dir – Shalom – Salam“!
Montag, 05. Januar 2015
Über den Jahreswechsel zog es 7 Pfadfinder aus Nesse-Apfelstädt mit Ski und Snowboard in die polnische Hohe Tatra. Ziel war die Wintersportstadt Zakopane.
Bei bis zu 25 Grad Minus tauten die Scouts des Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadinder Stamm Drei Gleichen sowie der Verband Deutschen Altpfadfindergilden e.V. Gilde Drei Gleichen auf, um die Gipfel der verschiedenen Ski-Pisten zu erobern. Die Fahrt, welche vom 27. Dezember 2014 bis zum 3. Januar 2015 dauerte, brachte aber auch noch andere Abenteuer mit sich. Sei es die 24 stündige Bahnfahrt, der Besuch des Erlebnisschwimmbades, Wanderungen durch Schnee und Eis, der Besuch der historisch märchenhaften Innenstadt der polnischen Ski-Weltmeister-Metropole oder der Genuss von Leckeren Waffeln oder selbstgemachtem Bigos. Zu erwähnen ist dabei natürlich auch die überaus großartige Gastfreundschaft des Nachbarlandes, welche die Pfadis immer wieder nach Polen zieht!
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