VDAPG

Verband Deutscher Altpfadfindergilden e.V. Gilde Drei Gleichen

Chronik: 2007

Aus Pfadfinderförderverein wird Pfadfinderschaft Fritz Riebold e.V.

Mittwoch, 25. April 2007

Synergieeffekte nutzen: Mitgliederversammlung im Neudietendorfer Pfadfinderzentrum

Synergieeffekte nutzen: Mitgliederversammlung im Neudietendorfer Pfadfinderzentrum "Fritz Riebold"

Wenn es bisher um das Pfadfinderzentrum „Fritz Riebold" ging, um die Zusammenarbeit mit Schulen und Vereinen vor Ort oder die vielen Fahrten und Lager mit internationalen Partnern, so steckten bisher immer die Pfadfinderinnen und Pfadfinder des Pfadfinderfördervereins „Fritz Riebold" e.V. dahinter.

Die Treffen in kleiner Runde - die Gruppenstunden - und die Pfadfinderarbeit vor Ort wurden wiederum durch den Stamm Drei Gleichen (SDG) durchgeführt. Der SDG gehörte bisher zu einem bundesweiten Pfadfinderverband; personell, räumlich und strukturell wurde er dabei schon von dem Förderverein unterstützt. Wie sonst nur in der Wirtschaft üblich, bestand nun auch hier die Möglichkeit, Synergieeffekte nutzbar zu machen. Während der Mitgliederversammlungen am 26. Februar und am 25. April 2007 wurden Satzung und Namen des Vereins geändert. Aus dem Pfadfinderförderverein ist die Pfadfinderschaft Fritz Riebold e.V. geworden; ein kleiner, aber vollkommen eigenständiger Pfadfinderverein mit Sitz in Neudietendorf. Der Stamm Drei Gleichen gehört nun dieser Pfadfinderschaft als erster Ortsverband für die Verwaltungsgemeinschaft Nesse-Apfelstädt-Gemeinden direkt an. Weitere mögliche Gruppengründungen stehen unmittelbar bevor, da es bereits Interessenten an unserer Arbeit aus Waltershausen gibt. Neu geordnet und gewählt wurde auch der Vorstand der Pfadfinderschaft, welcher jetzt mit vier gleichberechtigten Vorsitzenden (Hendrik Knop aus Neudietendorf, Dorothea Ludwig aus Weimar, Christoph Schneider aus Wandersleben, Stefan Winzer aus Weimar) sowie sechs Beisitzern (Gorden Frank aus Neudietendorf, Michael Günther aus Waltershausen, Johannes Hoffmann aus Neudietendorf, Johannes Krausmüller aus Apfelstädt, Jessica Walther aus Neudietendorf, Pierre Wolf aus Neudietendorf) besteht. Ein gutes Team, welches in der nächsten Zeit alle Hände voll zu tun haben wird: So soll das Pfingstlager der Pfadfinderschaft Fritz Riebold e.V. in Neudietendorf stattfinden. Zu diesem Termin wird nicht nur das 100jährige Bestehen der Pfadfinderbewegung gefeiert, sondern auch das Pfadfinderzentrum „Fritz Riebold" nach nunmehr vierjähriger Bautätigkeit eingeweiht. Anfang Juni geht es als Helfer zum Deutschen Evangelischen Kirchentag nach Köln, im August soll eine Sommerfahrt nach Dänemark folgen.


Pfingstlager und Eröffnung des Pfadfinderzentrums “Fritz Riebold” Neudietendorf

Sonntag, 20. Mai 2007

Eröffnung des Pfadfinderzentrums

Eröffnung des Pfadfinderzentrums "Fritz Riebold" in Neudietendorf

Am Pfingstsonntag, dem 27. Mai 2007 ist es soweit. Vier Jahre nachdem der Gemeinderat der Gemeinde Neudietendorf das ehemalige Freibad den Neudietendorfer Pfadfindern übergeben hat, wird es nun eingeweiht. Passend dazu wird auch das Pfingstlager der Pfadfinderschaft Fritz Riebold e.V. (PSFR) vom 25. bis 28. Mai 2007 im Pfadfinderzentrum stattfinden.

Ab 15 Uhr sind am Sonntag, dem 27.5.2007 alle Interessierten eingeladen, sich das jetzige Pfadfinderzentrum mit allen seinen Gebäuden anzuschauen. So tief die Trauer bei einigen Neudietendorfern um ihr Freibad auch noch sitzt, so ist doch mit dem Umbau, der viel Zeit und Anstrengung beinhaltete etwas Neues und Sinnvolles für die Kinder- und Jugendarbeit daraus geworden. Der Zweckbau mit den ehemaligen Umkleidekabinen dient nun als Bundes- und Stammesheim und kann mit einem Gruppenraum, Seminarraum, einem Büro, einer Teeküche und sanitären Anlagen glänzen. Der Sanitärtrackt wurde komplett erneuert und beinhaltet jetzt neue Duschen, Waschbecken und Toiletten. Aus dem Pumpenhäuschen wurde eine Werkstatt zu der ein Materialcontainer hinzugekommen ist. Das große Becken wurde verfüllt. Darauf wurde jetzt eine Wiese angelegt, welche, genau wie die bisherige Liegewiese, zum Zelten sowie zu Sport und Spiel einladen soll. Das bisherige mittlere Becken schließlich konnte als Badeteich erhalten werden und wird am Pfingstsonntag auch mit Wasser aus der bestehenden Pumpanlage gespeist sein. Die Pfadfinderinnen und Pfadfinder der Pfadfinderschaft Fritz Riebold e.V. werden an diesem Tag etwas von ihren pfadfinderischen Tätigkeiten preisgeben. Dies wird nicht schwer, da vom 25. bis 28. Mai 2007 auf dem Gelände das Pfadfinderzentrums das Pfingstlager der Pfadfinderschaft Fritz Riebold mit Gruppen aus Neudietendorf, Waltershausen, Gotha und Erfurt stattfindet. Auf diesem Lager begehen die Pfadies das 100jährige Jubiläum ihrer weltweiten Bewegung.


100 Jahre Pfadfinden - Pfingstlager & Eröffnung des Pfadfinderzentrums

Freitag, 25. Mai 2007

Jurtenburg aus Zelten

Jurtenburg aus Zelten

Ein Spielplatz wird gebaut

Ein Spielplatz wird gebaut

**Als Baden Powell im Jahr 1907 auf der Insel Brownsea Island vor England das erste Pfadfinderlager durchführte, waren es 22 Jungen, die daran teilnahmen und damit den Grundstein der weltweit größten Kinder- und Jugendbewegung legten. Ähnlich viele Pfadfinderinnen und Pfadfinder waren es auch, welche - 100 Jahre später - am ersten Pfingstlager der Pfadfinderschaft Fritz Riebold e.V. teilnahmen. Mit der Eröffnung des Pfadfinderzentrums „Fritz Riebold“ in Neudietendorf legten auch sie einen Grundstein für die Pfadfinderarbeit in der Region. **

Entsprechend emsig ging es auch auf dem Pfingstlager vom Freitag, dem 25. bis Montag, dem 28. Mai zu. Nach der Errichtung der Jurtenburg, hier wurden alle vorhandenen Zelte der Pfadfinderschaft verbaut, wurden noch ein Gemüsebeet angelegt und ein kleiner Spielplatz erbaut. Begleitet wurden die Arbeiten vom Kamerateam des Thüringer Filmclubs, bei dem auch die Pfadfinder selbst einmal hinter der Kulisse stehen durften. In der Küche wiederum machten sich fleißige Bäcker daran schmackhaften Kuchen zu zaubern, der dann zur Eröffnung angeboten werden konnte. Am Pfingstsonntag war es dann endlich so weit. Nach rund vier Jahren Vorbereitungs- und Bautätigkeit konnte das Pfadfinderzentrum eröffnet werden. Trotz Regenschauern konnten die Pfadfinderinnen und Pfadfinder einige Besucher anlocken, welche sich die Verwandlung vom Freibad zur internationalen Kinder- und Jugendbegegnungsstätte ansehen konnten. Neben zahlreichen Anwohnern, der ehemaligen Bademeisterin, Vertretern der Jugendarbeit und einigen Eltern, war als Vertretung der Gemeinden sowie der Verwaltung die VG-Vorsitzende Frau Becker erschienen. Als begleitender Architekt war es den Pfadfindern eine Ehre den Neudietendorfer Architekten Herrn Schumann in die Pfadfinderschaft mit Übergabe des Halstuches aufnehmen zu dürfen. Stolz waren die Pfadfinder auch, zusammen mit Ihrer polnischen Partnergruppe aus Ostrów Wlkp. angereist war, die neue Homepage des Pfadfinderzentrums sowie des Partnerpfadfinderzentrums in Polen zu präsentieren, welches ab Juni unter der Adresse “WWW.SCOUTCENTER.ORG” erreichbar sein wird. Ein Dank gilt auch allen Helferinnen und Helfern, welche zum Gelingen des Projektes beigetragen haben. Allen Voran die Gemeinde Neudietendorf mit dem Bürgermeister Werner Holbein, welche den Pfadfindern das Gelände Mietfrei zur Verfügung stellen und zusammen mit den Mitarbeitern des Bauhofes sowie der Verwaltung der VG unkompliziert geholfen haben, wo dies trotz knapper Kassen möglich war. Große Unterstützung kam auch vom Landkreis Gotha, hier insbesondere durch den Landrat Konrad Gießmann, der den Aufbau des Pfadfinderzentrums von Anfang an begleitet hat sowie durch das Jugendamt des Landkreises Gotha und natürlich den Kreisjugendring. Das Land Thüringen unterstütze die Neudietendorfer Pfadfinder mit Investitions- und Projektmitteln. Ein großer Dank gilt natürlich auch der Aktion Mensch, welche das Projekt zu einem großen Teil mit finanziert hat. Vergessen werden dürfen aber nicht die zahlreichen Pfadfinderinnen und Pfadfinder sowie Helfer, die über die gesamte Zeit mit angefasst haben und zur Stelle waren, wenn es hieß, Dreck aus dem Gebäude zu fahren, die Wände zu streichen oder bei der Einrichtung mit dabei zu sein. Dass sich die Anstrengungen gelohnt haben, konnten die Neudietendorfer Pfadfinder nicht nur von den Besuchern erfahren, denn mit dem Pfingstlager bestand das Gelände auch den ersten Funktionstest mit allen Anforderungen, die zu einem Pfadfinderzeltplatz gehören. Und so durften auf dem Pfingstlager dann auch die abendlichen Lagerfeuerrunden nicht fehlen, welche nun noch öfters auf dem Gelände des Pfadfinderzentrums „Fritz Riebold“ erklingen werden.

Artikel in der Thüringer Landeszeitung - Ausgaben Gotha und Erfurt vom 30.05.2007: Pfandfinder bestanden ihren ersten Härtetest

Neudietendorf. (tlz) Den Härtetest überstand das Neudietendorfer Pfadfinderzentrum Fritz Riebold schon vor der offiziellen Einweihung am Pfingstsonntag. Denn: Mehrere Regengüsse gingen am Wochenende über dem Zeltlager nieder - dennoch harrten die Neudietendorfer Pfadfinder aus. “Das Einweihungswochenende ist gleichzeitig ein Funktionstest”, lacht Hendrik Knop, der Kopf der Neudietendorfer Pfadfinderschaft. “Jetzt wissen wir auch, wo wir noch Wege anlegen müssen”, sagt er über das ehemalige Schwimmbad-Gelände. Das ist künftig ein Anlaufpunkt für Pfadfindergruppen, dafür haben die Neudietendorfer Pfadfinder in den vergangenen Jahren einen Großteil ihrer Freizeit geopfert (TLZ berichtete). Nachdem das Freibad geschlossen war, erhielten die Pfadfinder vor einigen Jahren die Chance, das Gelände zu übernehmen und umzugestalten. Das geschah größtenteils in Eigenleistung und dauerte mehrere Jahre. “Das ist jetzt ein überwältigendes Gefühl”, sagt Michael, der beim Umbau mit angepackt hat, über das nun fertige Zentrum. Mitunter sei die Arbeit wirklich nervtötend gewesen, erinnert er sich daran, wie mit einem kleinen Presslufthammer der alte Fußboden aus dem ehemaligen Umkleidetrakt rausgebrochen wurde. Der Trakt beherbergt nun die Seminar- und Aufenthaltsräume, das Büro, Toiletten und eine Teeküche. Eine Fußbodenheizung sorgt dafür, dass das Gebäude ganzjährig genutzt werden kann. Duschen und Toiletten für das Zeltlager sind in einem anderen Teil des ehemaligen Freibadareals untergebracht. “Es haben sich schon erste Gruppen für zehn Tage angemeldet”, freut sich Hendrik Knop, dass die Pfadfinderschaft nun ihren Gästen ein Zentrum mit “allem Drum und Dran” bieten kann. Das soll aber nicht nur Pfadfindern offen stehen, auch Zusammenarbeit mit Schulen ist geplant. “Wir denken da an Streitschlichterseminare und andere Veranstaltungen.” Bis hin zum Internetkurs sei alles denkbar. Auch der örtliche Jugendclub werde das Gelände nutzen können. Ein Clou: Von den Becken des Freibades wurde ein kleineres, 1,50 Meter tiefes Becken erhalten. Das ist nun eingezäunt und kann als Badeteich genutzt werden, versorgt wird es aus dem eigenen Brunnen. Mehr sei beim besten Willen nicht machbar gewesen, wissen die Pfadfinder um Auflagen und Anforderungen, die für ein größeres Becken nötig gewesen wären. Der Gedanke eines “Neptunfestes” geistert aber schon umher. “Echt cool”, sagen Simon (11) und Sophie (11) aus Wandersleben. “Wir sind oft im Gelände und schlafen in Zelten. Das ist richtig abenteuerlich”, ist Simon vom Pfadfinderleben begeistert. “Und jetzt können wir auch baden, wenn es uns zu warm ist, oder abends ein Lagerfeuer machen”, freut er sich über das neue Zentrum.Ein kühles Bad genossen Sophia und Simon. Die beiden Schüler aus Wandersleben fühlen sich bei den Pfadfindern pudelwohl. Klasse finden sie, dass sie nun in Neudietendorf auch wieder eine Badegelegenheit auf dem Gelände haben.

Oliver Bauer

Artikel in der Thüringer Allgemeine - Ausgaben Gotha und Erfurt - 01.07.2007: Jurtenburg als Regenschutz

Nach vier Jahren Bauzeit Pfadfinderzentrum eingeweiht / Ort für Seminare und Veranstaltungen Das alte Scheimmbecken ist zugeschüttet und mit Gras bepflanzt. Im neuen Pfadfinderzentrum gab es viel zu entdecken. Neudietendorf (wf.) Reichlich skeptische Blicke warfen die Neudietendorfer über den Zaun ihres ehemaligen Freibades. Das Pfadfinderzentrum “Fritz Riebold” sollte hier entstehen. Darunter konnten sich die Bürger nichts vorstellen. Sie befürchteten sogar, das ihr Bad deswegen geschlossen worden war. Doch dafür waren zahlreiche neue Vorschriften und Auflagen verantwortlich, die eine kleine Gemeinde wie Neudietendorf nicht einhalten konnte. Zu hoch wären die Kosten gewesen. Pfingsten hatten alle Neugierige die Möglichkeit, zu schauen, was aus dem Freibad geworden ist. Die Pfadfinder hatten Kuchen gebacken, Getränke kaltgestellt und zeigten vieles, was ein Pfadfinder können muss. Vom Feuermachen bis zur imposanten Zeltkonstruktion gab es einiges zu sehen. Größtenteils in Eigenleistung bauten die Pfadfinder den Umkleidetrakt und das Sanitärgebäude um. Wo früher die Kabinen standen, befinden sich heute Gruppenräume, Teeküche, Seminarraum und Büro. Das große Schwimmbecken musste zugeschüttet werden. Jetzt wächst dort Rasen, bald wird die Fläche als Zeltplatz und für Spiele nutzbar sein. Das kleine Becken konnten die Pfadfinder erhalten. Im 1,5 Meter tiefen Wasser dürfen sich die Besucher des Pfadfinderzentrums abkühlen. Auf der einstigen Liegewiese fand über Pfingsten das erste Lager statt. Eine Jurtenburg sorgte dafür, dass den Kindern auch bei Regen nicht die Laune verdorben wurde. Sogar das Lagerfeuer konnte unter dem schützenden Dach brennen. Für Sophie, Luis und Simon hielt das Pfingstlager einen besonderen Höhepunkt bereit. Die drei wurden als Pfadfinder aufgenommen und bekamen vom Stammesführer Hendrik Knop das Halstuch mit den grünen Streifen überreicht. Das Pfadfinderzentrum soll ab sofort auch anderen Gruppen offen stehen. Seminare und Veranstaltungen sollen hier stattfinden. Da der Burgenland-Radweg genau daran vorbei läuft, überlegen die Pfadfinder, ihren Platz für Fahrradtouristen zu öffnen. Zwei Anmeldungen von Gruppen liegen für diesen Sommer schon vor.


Kindertag am von-Bülow-Gymnasium Neudietendorf – ein Nachtrag

Freitag, 01. Juni 2007

"Bülowianer" im Pfadfinderzentrum

**Der Kindertag am 1. Juni 2007 sollte für die 5. und 6. Klassen ein schönes Erlebnis werden. Also wurde ganz still und heimlich mit den Vorbereitungen begonnen. Der geeignete Partner zur Gestaltung fand sich schnell mit der Pfadfinderschaft Fritz Riebold e.V. An acht Stationen sollten die 84 Kinder unter Anleitung von jeweils zwei Lehrern bzw. Pfadfindern Aufgaben erfüllen. **

10:00 Uhr ging es los. Alle nun mittlerweile schon ziemlich gespannten Schüler wurden per Bonbon-Los in 7 Gruppen verteilt. Die von jeder Gruppe anzulaufenden Stationen befanden sich verteilt an einem ca. 5 km langen Rundweg, der mit Karten gefunden werden musste. Taststation, Entfernungen schätzen, Luftballons rasieren, Gerüche erkennen, Steine mit dem Fuß transportieren, Zielwerfen, Erbsenweitspucken und mit Seilen eine Vorrichtung zur Überwindung von Hindernissen bauen forderten die Kreativität heraus und machten allen viel Spaß. Die Schüler der Klasse 10m1 übernahmen für diesen Tag die Patenschaft über die einzelnen Gruppen. Nachdem sich ca. 13:00 Uhr im Pfadfinderlager alle mehr oder weniger geschafft wieder eingefunden hatten, stärkten wir uns mit dem extra von der Firma Schmähling dort ausgegebenen Mittagessen. Danach wurden die Sieger, nämlich die „Gummibärenbande“ gekürt. Unser Schulförderverein stellte als Preis einen Büchergutschein von 5 € für jedes Gruppenmitglied zur Verfügung. Rückmeldungen von Schülern, Eltern und Lehrern bestätigten uns, dass ein erlebnisreicher Tag im Offenen Ganztagsangebot (OGA) des von-Bülow-Gymnasiums sein Ende gefunden hatte. Bleibt mir noch, ein ganz großes Dankeschön an alle Beteiligten auszusprechen.

  • Haike Gerlach, Leiterin OGA, von-Bülow-Gymnasium*

Erlebnisspielplatz: Fördergeld für Pfadfinder Neudietendorf

Montag, 18. Juni 2007

Pfadfinder zusammen mit MdL Dr. Volker Sklenar, Landrat Konrad Gießmann, Kreistagsabgeordneten Volker Reum, VG-Vorsitzenden Andrea Becker und Architekt Arndt Schumann

Pfadfinder zusammen mit MdL Dr. Volker Sklenar, Landrat Konrad Gießmann, Kreistagsabgeordneten Volker Reum, VG-Vorsitzenden Andrea Becker und Architekt Arndt Schumann

Am 18. Juni konnte die Pfadfinderschaft Fritz Riebold e.V. aus den Händen von Dr. Sklenar einen Zuwendungsbescheid des Thüringer Sozialministeriums in Empfang nehmen.

Mit den Mitteln soll auf dem Gelände des ehemaligen Schwimmbads Neudietendorf ein Erlebnisspielplatz entstehen und so den über 50 Pfadfindern und auch Ihren Gästen Abwechslung bieten. An dieser Stelle dankte Herr Knop der Gemeinde und allen Förderern herzlich für Ihre Unterstützung ohne die diese Stätte nie hätte entstehen können. Neben einem völlig umgebauten Mehrzweckgebäude wurde der Sanitärtrackt und die Nebenanlagen wieder hergerichtet. Soviel Fleiß verdient Anerkennung sagte Dr. Sklenar bei der Übergabe und er sehe das Geld gut angelegt. Zu Pfingsten veranstaltete die Pfadfinderschaft anlässlich Ihres 100 jährigen Jubiläums ein Festwochenende mit einem Zeltlager.

  • Uwe Möller, Wahlkreismitarbeiter von MdL Dr. Volker Sklenar*

Beitrag zum Thema 100 Jahre Pfadfinder in Thüringen auf Deutschlandradio Kultur

Samstag, 28. Juli 2007

Die Hörersendung “Beispielsweise” auf Deutschlandradio Kultur beschäftigte sich am 28. Juli 2007 mit dem Thema 100 Jahre Pfadfinden und besuchte dazu drei Pfadfindergruppen in Thüringen.

Die Journalistin Dr. phil. Susanne Mack war für diesen Beitrag bereits seit Mai unterwegs, um etwas über die Pfadfinderbewegung im Freistaat herauszubekommen. So besuchte sie die Siedlung Sankt Elisabeth aus Erfurt der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg, den Stamm Saalebiber der Christlichen Pfadfinderinnen und Pfadfinder der Adventjugend sowie den Stamm Drei Gleichen aus Neudietendorf der Pfadfinderschaft Fritz Riebold e.V.


Zurück in Skandinavien: Sommerfahrt der Pfadfinderschaft Fritz Riebold

Samstag, 04. August 2007

Aus Tonnen und Stämmen werden Flöße gebaut

Aus Tonnen und Stämmen werden Flöße gebaut

**Im hundertsten Jahr des Bestehens der Pfadfinderei ging es vom 4.-12. August 2007 für die Pfadfinder der PSFR auf zur kurzen, aber spannenden Sommerfahrt ins südliche Dänemark, in die Nähe von Aabenraa… **

…spannend deshalb, weil Skandinavien ein altbewährtes Reiseziel für Pfadfinder ist und zum anderen die Fahrt gleichzeitig die erste große Aktion des erst seit dem Frühjahr auf eigenen Beinen stehenden kleinen Pfadfinderbundes mit Zentrum in Neudietendorf war. Infolge dessen ging es diesmal auch etwas unkonventioneller einher, im Vordergrund standen Fahrradtouren in die umliegenden Städte und ans Meer, baden und gemeinsame Abende am Feuer. Dank der Initiative der Teilnehmer gehörten auch Aktivitäten wie Floßbauen und zahlreiche Lagerfeuer zum Programm. Am letzten Tag gab es schließlich einen Ausflug nach Sonderborg, um sich hier Windmühle und Wasserburg anschauen zu können und um in der Ostsee bis zum Sonnenuntergang zu baden. Natürlich musste nach den Strapazen der vorangegangenen Monate auch Zeit zum Erholen sein. Und dafür gab es auf dem schönen, riesigen Gelände der dänischen Pfadfinder mit eigenem See genügend Möglichkeiten. Ein Höhepunkt war – nicht nur für uns – auch die Einladung, an der Abschlussfeier einer großen dänischen Schokoladenfirma, deren Leitungsebene auf dem Platz einige Tage verbracht hatte, teilzunehmen und im Gegenzug beim Aufräumen zu helfen – als Dankeschön durften wir uns nach Herzenslust am (deftigen!) warmen Buffet bedienen, sodass an diesem Abend nicht über dem offenen Feuer gekocht zu werden brauchte. Da störte auch die spätsommerliche Kühle der Abende nicht mehr, und gegen die turbinenähnlichen lärmenden, teilweise riesigen Mückenschwärme ließ sich ebenfalls Abhilfe schaffen… Insgesamt war die Fahrt auf jeden Fall ein schönes Erlebnis und für jeden einiges dabei – so kann es weitergehen.

Fotos


Wölflingsfahrt und Helfer auf dem Katholikentag - Planungstreffen der PSFR

Sonntag, 09. September 2007

**Viel vorgenommen haben sich die Mitglieder der Pfadfinderschaft Fritz Riebold e.V. (PSFR) auf ihrem Planungstreffen am Sonntag, dem 9. September 2007 im Pfadfinderzentrum Neudietendorf. Sei es eine Wölflingsfahrt auf die Burg Ludwigstein oder die Teilnahme am Helferdienst auf dem Katholikentag in Osnabrück, an Aktivitäten für jede Altersstufe und jeden Geschmack ist etwas dabei. **

Auch der internationale Gedanke kommt nicht zu kurz. So gibt es ein Herbstlager in Österreich, eine Osterfahrt nach Spanien oder eine Winterfahrt nach Polen. Aktiv ist die Pfadfinderschaft Fritz Riebold e.V. neben dem Stamm Drei Gleichen in Neudietendorf jetzt auch in Erfurt. Wenn alles klappt, kann der Stamm Societas Mercatorum Räumlichkeiten am Petersberg beziehen, um hier regelmäßige Gruppenstunden anzubieten. Darüberhinaus gibt es in zahlreichen weiteren Orten sogenannte Siedlungen, die versuchen Gruppenarbeit aufzubauen und als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. So bereitet zum Beispiel die Siedlung Nibelungen das Pfingstlager 2008 in Mainz vor. Ein weiterer Schwerpunkt der PSFR ist die Schuljugendarbeit. So sollen die Kooperationen in Erfurt und Neudietendorf noch ausgebaut werden. Um sich der Öffentlichkeit noch besser vorzustellen, wird die Pfadfinderschaft Fritz Riebold e.V. sich auf der Outdoormesse “sport.aktiv” in der Erfurter Messe vom 03. - 04.11.2007 präsentieren.


Paintball Wochenende auf dem Geiersberg am 20. Oktober 2007

Samstag, 20. Oktober 2007

Mit Spaß dabei: Paintballwochenende der PSFR

Mit Spaß dabei: Paintballwochenende der PSFR

**Nach einer langen und qualvollen Organisation, haben wir es doch noch geschafft, ein Wochenende zu finden, wo wir alle mal so richtig die Sau rauslassen können!! Manch anderer würde auf Partys gehen oder sonst irgendwelche Bäume ausreißen, aber wir haben die Waffen in die Hand genommen und haben uns auf das Battlefield rausgetraut. Nach einer kurzen Einführen in die Handhabung der Waffen und allgemeinen Regeln des Betreibers, ging es auch schon gleich los,… **

4 vs. 4, was machen wenn mitten im Spiel die Waffe Ladehemmung hat, und die Paintballs ein nur so um die Ohren fliegen! Dies ist mir gleich im ersten Spiel passiert, was macht man in dem Moment? Na ja, ich hab mich dann ergeben um meinen Markierer (so nennt man die Paintballwaffen ursprünglich) mal durchchecken zu lassen. Um nicht groß um den Preis herum zu Reden, der Tag war einfach nur Hammermäßig. Das kann man nur weiter empfehlen, auch wenn man sich hier und da einen blauen Fleck einfängt. Aber wer es nicht einmal gespielt hat, der hat echt was in seinem Leben verpasst. Denn eins steht schon fest,  das war nicht das letzte mal das wir da waren!!

Nico Lämmerhirt


Pfadfinderschaft Fritz Riebold e.V. als Aussteller auf der MESSE ERFURT

Dienstag, 06. November 2007

Hinweisschild zum „Pfadfinderlager“ auf der Messe

Hinweisschild zum „Pfadfinderlager“ auf der Messe

Gäste backen sich Stockbrot über Lagerfeuer in der Pfadfinderjurte

Gäste backen sich Stockbrot über Lagerfeuer in der Pfadfinderjurte

Pfadfinder erkunden die Messe mit allen „Sinnen“

Pfadfinder erkunden die Messe mit allen „Sinnen“

„sport.aktiv“ hieß die erste Outdoormesse, welche von der Messe Erfurt organisiert wurde und am Wochenende vom 3. bis 4. November 2007 in Thüringens größter Messe stattfand. Über 50 Aussteller, vom Hochseilgarten bis zum Snowboardhersteller präsentierten sich hier und zeigten, was sich in der Branche der Wanderer, Sportler und Überlebenskünstler getan hat. Die Vorstellung der Pfadfinderarbeit übernahm mit einem eigenen Stand im Freigelände die Pfadfinderschaft Fritz Riebold e.V. mit Sitz in Neudietendorf.

In einem „Miniatur-Pfadfinderlager“ konnten sich die Messebesucher aus ganz Deutschland den Pfadfinderalltag näher bringen lassen. Zwei Kohten (kleine  Pfadfinderzelte) und eine Hochjurte (großes Pfadfinderzelt), ausgestattet mit Lagerfeuer und allem was dazu gehört, sorgten für das nötige Ambiente. Die Pfadfinder informierten ihrerseits mit Flyern, einem Werbefilm sowie Informationsmaterial aller Art. Wer wollte, konnte sich Stockbrot oder Marshmallows über dem Lagerfeuer zubereiten, wovon nicht nur jüngere Besucher gebrauch machten. Um den Stand mit Leben zu erfüllen, waren viele aktive Gruppen der Pfadfinderschaft Fritz Riebold e.V. dabei. Allen voran natürlich der Erfurter Stamm Societas Mercatorum, der sich regelmäßig auf dem Petersbsberg trifft. Unterstützung kam außerdem vom Stamm Drei Gleichen aus Neudietendorf, der Siedlung Roter Fuchs aus Eisenach sowie der Siedlung Hainich aus Mihla. Natürlich blieb für die Helfer genügend Zeit, sich die Outdoormesse sowie die parallel stattfindende Reise- und Caravanmesse selbst anzuschauen. Und mit dem einen oder anderen Aussteller wurden auch Ideen über mögliche Formen der Zusammenarbeit geführt, die von gegenseitigem Interesse sein können.

Thüringer Allgemeine vom 04.11.2007: Prospekte vergriffen

Gestern Abend auf dem Erfurter Messegelände: Rundum zufriedene Gesichter bei den Veranstaltern der beiden Ausstellungen am Wochenende und ein spontaner Entschluss, der nicht mehr über- rascht: Im Jahr 2008 soll die “Reisen & Caravan” erneut mit der Outdoormesse gemeinsam stattfinden. Rund 30 000 Besucher fanden den Weg in die drei Hallen, nutzten die Chance zur Information, zu Buchung oder Kauf - aber auch zur sportlichen Betätigung.

ERFURT. Nicht nur die Veranstalter der beiden Schauen in den drei Erfurter Messehallen waren vom Ansturm der Thüringer überrascht. Auch so mancher Aussteller hatte sein Pulver lange vor dem Messe-Abschluss bereits vollständig verschossen. “Tut mir wirklich leid, aber die Prospekte sind uns schon heute Vormittag kurz nach zehn ausgegangen”, hieß es etwa am Stand von Ruhpolding. Das Interesse an Urlaub in der oberbayerischen Region sei immens gewesen. Aber natürlich weiß sich die junge Dame mit dem charmanten Lächeln elegant aus der Affäre zu ziehen: “Sie tragen bitte hier ihre Adresse ein und vermerken kurz dabei, woran sie besonders interessiert sind, und in wenigen Tagen steckt das gewünschte Material in ihrem Briefkasten.” Die Liste mit Namen und Adressen hat schnell eine beachtliche Länge. Ganz Thüringen ist darauf vertreten. Nordhausen, Jena, Sonneberg oder Erfurt ist dort zu lesen und die Wünsche reichen vom Wandern über gespurte Loipen bis zu den Abfahrtspisten. “Wir sind zufrieden”, blickte Constanze Kreuser auf die vier Tage der Schau “Reisen & Caravan” zurück. Die Geschäftsführerin der veranstaltenden Erfurter RAM Regio Ausstellungsgesellschaft berichtet von 30 000 Besuchern, die sich die größte Reisemesse Thüringens bei ihrer mittlerweile bereits 16. Auflage nicht entgehen ließen. Auch die Aussteller hätten sich in einer Befragung zufrieden mit dem Messegeschäft gezeigt, immerhin 94 Prozent hätten das so angegeben. Kritisch dagegen sieht Constanze Kreuser die Überschneidung des gestrigen einkaufsoffenen Sonntages in Erfurt mit dem Messeabschluss. Natürlich lasse sich schwer feststellen, inwieweit die Möglichkeit zum Einkauf Einfluss auf die Besucherzahlen der Messe gehabt habe. Fest stehe aber: So mancher potenzielle Besucher stand offenkundig vor der Wahl für das eine oder andere Angebot. “Beide Seiten hätten profitiert, wenn es nicht derselbe Termin gewesen wäre”, sagt die RAM-Regio-Chefin. Als vollen Erfolg wertete sie dagegen die erstmals erprobte Koppelung der “Reisen & Caravan” mit der neuen Outdoormesse “Sport aktiv”. Die sei mit ihren Produkten und Dienstleistungen rund um Urlaub und Freizeit eine ideale Ergänzung zur Reisemesse, sagte Constanze Kreuser. Sie gehe davon aus, dass es 2008 eine Neuauflage dieser beiden Ausstellungen an einem gemeinsamen Termin geben wird. Entsprechende An- deutungen der Erfurter Messe AG, die die “Sport aktiv” veranstaltet, habe es gegeben. Das verwundert nicht, hört man sich die Bilanz der Erfurter Messe an. Demnach testeten pro Minute zwei Besucher die Skilaufstrecke. Über 500 Kletterer seien im Hochseilgarten unterwegs gewesen, mehr als 80 Besucher erprobten das Unterwasserfeeling im Tauchturm. Die Resonanz auf die am Wochenende erstmals an den Start gegangene Outdoormesse “Sport aktiv” erstaunte den Veranstalter: “Die 16 Messestunden reichen offenbar nicht aus, um die Bewegungsansprüche der Thüringer zu erfüllen”, stellte der Erfurter Messechef Johann Fuchsgruber angesichts des enormen Besucherandrangs in der Erlebnishalle zufrieden fest. An beiden Tagen war die Halle eins des Erfurter Messegeländes Austragungsort für Sport und Spiel und das gesamte Angebot kam offensichtlich bei den Gästen überaus gut an. So zeigten sich denn auch die Aussteller beim Abschluss der Messe am gestrigen Abend mit deren Premiere überaus zufrieden. “In zwei Tagen führten wir rund 1600 Verkaufsgespräche, mussten am Gemeinschaftsstand schon zur Halbzeit weiteres Prospektmaterial nachordern.” In seiner Entscheidung für die Outdoormesse “Sport aktiv” fühlte sich Sven Metz, Geschäftsführer der Trendläden “Basislager” in Erfurt und Jena, somit mehr als bestätigt. Neben Funktionsbekleidung war auch Ausrüstung besonders gefragt. Das führte bei den Wanderkarten oder den Speedmintonsets sogar zum Ausverkauf. 200 Besucher suchten bereits am ersten Messetag Beratung rund ums Fahrrad am Stand der “Radscheune”. Allein zehn Fahrräder verkaufte ein Anbieter von individuell in der Region gefertigten Rädern aus Waltershausen. Der während der Messe regelrecht umlagerte Radreiseexperte Tilmann Waldthaler will 2008 auf jeden Fall wieder in Erfurt dabei sein und dann noch weitere Hersteller in die Halle locken. Damit brachte Waldthaler auf den Punkt, was für 95 Prozent der Aussteller klar ist. Sie werden bei der nächsten Messe “Sport aktiv” den Besuchern noch mehr anbieten. “Es ist ein Messethema, das alle Generationen anspricht”, bestätigte Aussteller Heiko Walter vom Rennsteig-Outdoor-Center. Davon ist auch der Erfurter Messechef Johann Fuchsgruber überzeugt: “Die Kombination der Messen Reisen & Caravan und Sport aktiv funktioniert.” Davon zeugten die zahlreichen Besucher, die die Angebote beider Ausstellungen nutzten. “Mit unserer geglückten Outdoormesse-Premiere steht das Ziel für die Fortsetzung 2008 fest - mehr Hersteller, mehr Aussteller und noch mehr Actionangebote”, blickte Fuchsgruber voraus. Und der Termin für die nächste Erfurter Outdoormesse steht schon: Sie findet am 1. und 2. November 2008 statt.

Bernd Jentsch


Zurück zu den Wurzeln: Tagung in Neudietendorf: „Evangelisches Pfadfinden im 21. Jahrhundert. Theologische, pädagogische und gesellschaftliche Perspektiven“

Sonntag, 18. November 2007

Karlheinz Brandenburg und Peter Müller im Gespräch

Karlheinz Brandenburg und Peter Müller im Gespräch

Hans-Peter von Kirchbach auf dem Podium

Hans-Peter von Kirchbach auf dem Podium

historischer Spaziergang durch Neudietendorf

historischer Spaziergang durch Neudietendorf

„Wir tagen im Kreißsaal des Evangelischen Pfadfindens!“ So äußerte sich einer der jüngeren Tagungsteilnehmer über den besonderen Tagungsort. 1921 war in Neudietendorf das evangelische Pfadfinden gegründet worden. 86 Jahre später thematisierte die gemeinsame Tagung der Evangelischen Akademie Thüringen und des VCP erneut „Evangelisches Pfadfinden im 21. Jahrhundert“. Über 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer reisten trotz Bahnstreik an, um vom 16. bis 18. November über die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft von (evangelischem) Pfadfinden zu diskutieren.

Neudietendorf Nach der Begrüßung durch den VCP-Bundesvorsitzenden Hans-Jürgen Poppek und Akademiedirektor Dr. Michael Haspel sprach Prof. Dr. Dr. Siegfried Keil über theologische und pädagogische „Wegmarken“ nach 1945. So hatten die zehn Pfadfindergesetze der CP stets nur eine erzieherische Funktion für die Jungen. Heute, im VCP, finden sich diese Gesetze nicht mehr. Der bündische, jugendbewegte Impuls setzte sich nach dem I. Weltkrieg durch und verdrängte die militärischen Merkmale, die vor allem die württembergischen „Pfadfinderregimenter“ ausgezeichnet hatten. So lösten auch die Begriffe „Tracht“ und „Kluft“ das Wort „Uniform“ ab. Aber nicht nur der VCP, der stark durch die Reformbewegungen der 1960er- und 1970er-Jahre geprägt wurde, war offen für Neues! Schon sein Vorgängerbund CP war offen für emanzipatorische Prozesse – lange bevor dieser Begriff in Mode kam. Die CP war außerdem der erste protestantische Verband, der sich zur Demokratie bekannte. Was sind die Perspektiven von evangelischer Jugendarbeit? Wie soll Pfadfinden im Osten Deutschlands aussehen? Nie wieder blaue Halstücher? Welche Pädagogik brauchen wir? Etliche Vorträge inspirierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu lebhaften Diskussionen. In Arbeitsgruppen wurden die Themen nochmals intensiver diskutiert. „Ohne Pfadfinden wäre ich heute nicht, wo ich bin…“ war Titel der abschließenden Podiumsdiskussion. Über die Kompetenzen, die beim Pfadfinden erworben werden können und die Frage, ob dies heute auch noch so ist, diskutierten Prof. Dr. Annette Scheunpflug, Prof. Dr. Karlheinz Brandenburg und Hans-Peter von Kirchbach. An den beiden Abenden trafen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu Gesprächen und Singerunden in der Cafeteria und im Kaminzimmer, sahen sich alte Filme an und plauderten teils bis spät in die Nacht… Insgesamt war es eine anspruchsvolle Tagung, die alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer begeisterte. * Diane Tempel-Bornett, Kassel*


Vorstellung der Pfadfinderschaft Fritz Riebold e.V.

Montag, 26. November 2007

Pfadfinder werden? Bitte sehr! Pfadfinder sein, das ist nicht schwer: Zelten unter einfachsten Bedingungen, Streifzüge durch die Natur, selbsterdachte Spiele und Abenteuer erleben oder einfach nur am Lagerfeuer sitzen, Lieder singen und darauf warten, dass die in die Glut gelegten Kartoffeln endlich fertig sind.

Über 100 Jahre ist es nun her, dass Lord Baden-Powell mit einer Gruppe Jungen auf der kleinen englischen Insel Brownsea Island ein erstes Pfadfinderlager veranstaltete. Die Idee des Pfadfindertums faszinierte seitdem Millionen von Jugendlichen weltweit und auch heute sind die Pfadfinder eine der beliebtesten Formen, seine Freizeit mit Freunden verbringen zu können.

Was alt ist, muss nicht unbedingt schlecht sein. Auch unsere noch recht junge Pfadfinderschaft Fritz Riebold e.V. knüpft an diese traditionelle Weise des Pfadfinderseins an, sie greift aber anders als andere Pfadfindergruppen in Deutschland dazu neue Einflüsse aus Freizeitgestaltung, Hobby und Jugendkultur auf. Ein Schwerpunkt unserer Jugendarbeit sind die Reisen in andere Länder und die Jugendbegegnungen mit anderen Pfadfindern aus Mittel- und Osteuropa. Durch diese durchaus einzigartige Mischung gelingt es uns, ein unverwechselbares Programm für unsere Mitglieder im Alter ab 7 Jahren in vier Altersstufen anzubieten.

Zum Programm der Pfadfinderschaft Fritz Riebold e.V. gehören auch eine Vielzahl von verschiedenen Projekten, die wir zusammen mit Kooperationspartnern, wie Schulen oder anderen Vereinen umsetzen. Von Streit-Schlichter-Programmen über Gedenkstättenfahrten bis zu Kinderfesten ist vieles möglich.


Halstuch, Kluft und Abzeichen

Montag, 26. November 2007

Zur besseren Identifikation untereinander sowie zur Überbrückung verschiedener Klassen tragen die Pfadfinder weltweit eine Kluft. Die Kluft der Pfadfinderschaft Fritz Riebold e.V. besteht aus dem Halstuch, dem Hemd sowie dem Abzeichen.

Das Halstuch ist Schwarz und besitzt farbige Streifen, zwei auf der rechten, und einen auf der linken Seite des Tuches. Je nach Altersstufe ist der Streifen Gelb für die Wölflinge, Grün für die Pfadfinder sowie Rot für die Ranger/Rover und Erwachsenen.

Das Hemd ist rubinrot. Auf der linken Brusttasche wird das Bundeszeichen und darüber das Deutschlandband getragen. Auf der rechten Brusttasche werden Abzeichen der jeweils aktuellen Aktion, wie Lager und Fahrten, etc. angebracht. Darüber ist ein “Allzeit-Bereit”-Schriftzug. Darüberhinaus kann jeder selbst entscheiden inwiefern weitere Abzeichen ihren Platz finden.

Das Bundesabzeichen der Pfadfinderschaft Fritz Riebold e.V. ist eine Kombination einer Pfadfinderlilie und einer Kohte. Dies symbolisiert die Zugehörigkeit zur internationalen Pfadfinderbewegung durch die Lilie auf der einen Seite und der Bezug zu den Idealen der deutschen Jugendbewegung verkörpert durch die Kothe auf der anderen Seite. Der Schriftzug PSFR steht als Abkürzung für Pfadfinderschaft Fritz Riebold e.V.


Die Thüringer der PSFR jetzt Mitglied in Kinderinteressen Thüringen e.V.

Mittwoch, 28. November 2007

Auf der Mitgliederversammlung der Kinderinteressen Thüringen e.V. wurde am Abend des 28. November 2008 im Rathaus von Magdala die Pfadfinderschaft Fritz Riebold e.V. Landesverband Thüringen einstimmig als Mitglied aufgenommen.

Der Zweck des Verbandes Kinderinteressen Thüringen e.V. ist es, die Interessen von Kindern und Jugendlichen zu vertreten, deren Subjektposition zu wahren, in der offenen Kindern- und Jugendarbeit, der Kinder- und Jugendverbandsarbeit sowie der Jugendbildungsarbeit tätig zu sein. Zusammen mit den Vereinen Landesverband der Kindervereinigung Thüringen e.V., Junge Medien-Junge Presse Thüringen e.V. und Landesring Thüringen der Deutschen Philatelisten-Jugend e.V. gehört die Pfadfinderschaft Fritz Riebold e.V. Landesverband Thüringen nun als vierter Landesverband dieser Sammelvertretung an. Über diese Vertretung sind die Pfadfinder auch an den Landesjugendring Thüringen e.V. angeschlossen, welcher alle wichtigen Kinder- und Jugendverbände im Freistaat vereinigt.


ORF-Friedenslicht aus Bethlehem hat die Herzen erreicht

Sonntag, 23. Dezember 2007

Friedenslichtweitergabe in Bad Langensalza durch eine Gruppe der Pfadfinderschaft Fritz Riebold

Friedenslichtweitergabe in Bad Langensalza durch eine Gruppe der Pfadfinderschaft Fritz Riebold

Weimars Oberbürgermeister Stefan Wolf übernahm Friedenslicht von Martin Blamberg aus Neudietendorf

Weimars Oberbürgermeister Stefan Wolf übernahm Friedenslicht von Martin Blamberg aus Neudietendorf

Ein Lichtermeer überflutete am Sonntag, den 23ten Dezember 2007 den Freistaat Thüringen. Kerzen, Teelichter, Laternen, Lampions oder Petroleumlampen im vierstelligen Bereich dürften es gewesen sein, die den ganzen Tag von Hand zu Hand gingen. Ob in Rathäusern, Kirchen, an Bahnhöfen oder auf Plätzen, überall waren sie zu sehen. Ob Bürgermeister, Pfadfinder, Bahner, Feuerwehrmann, Pfarrer oder Obdachloser, alle hatten damit zu tun. Und alle verband etwas gemeinsam. Das ORF-Friedenslicht!

„Ein Funke, kaum zu seh’n, entfacht doch helle Flammen, und die im Dunkeln steh’n, die ruft der Schein zusammen. Wo Gottes große Liebe in einem Menschen brennt, da wird die Welt vom Licht erhellt, da bleibt nichts, was uns trennt.“ heißt es in einem christlichen Lied. Dieser Funke ist es, der mit Hilfe der Flamme des Friedenslichtes des Österreichischen Rundfunks „Licht ins Dunkel“ bringt. Menschen, die sich sonst nicht einmal kennen, geben eine Flamme von Hand zu Hand weiter, von Mensch zu Mensch, um sich dann gemeinsam daran zu Weihnachten erfreuen zu können. Und das nicht nur im ORF-Landesstudio in Linz, wo das österreichische Friedenslichtkind Elisabeth Nemec die Flamme, welche sie zuvor in der Geburtsgrotte Jesu Christi in Bethlehem entzündet hatte, an Feuerwehren, Pfadfinder und zahlreiche Vertreter aus Politik und Kirche weitergegeben hatte, nicht nur beim Papst, nicht nur in Eisenach, wo das Thüringer Friedenslichtkind Fabian Radtke das Licht weitergab, was er zuvor in Linz von Elisabeth „abgezweigt“ hatte, nicht nur in Moskau oder New York, sondern eben auch in Orten wie Vieselbach, Grimmenthal oder Georgenthal. Ein Verdienst, der den vielen Helfern geschuldet ist, welche es mit dem größtmöglichen Einsatz geschafft haben, ein Licht, das ORF Friedenslicht an über 310 Bahnhöfen flächendeckend in ganz Thüringen weiterzugeben, um damit eben mit vielen Menschen, Friede, Freude und Hoffnung zu teilen. Ein Verdienst von kleinen und großen Feuerwehrmännern und Frauen, allen Bahngesellschaften des Freistaates, welche den über 100 Helfern freie Fahrt ermöglichten, den Hauptinitiatoren des Thüringer Friedenslichtes Thomas Triemner und Uwe-Sören Engel und nicht zuletzt allen Thüringer Pfadfinderinnen und Pfadfindern, welche zusammen mit ihren Schwestern und Brüdern in diesem Jahr ihr einhundert jähriges Bestehen feiern. Die Pfadfinderschaft Fritz Riebold e.V. mit Sitz in Neudietendorf war allein mit 6 Touren an der Aussendung beteiligt. Ein Verdienst der sich bereits dann gelohnt hat, wenn auch nur ein einziges Augenpaar leuchtet und der Funke der Menschlichkeit übergesprungen ist, egal ob auf dem Ground Zero in New York, in der Dorfkirche in Gamstädt oder auf dem Bahnhof in Mühlhausen.

© Verband Deutscher Altpfadfindergilden e.V. Gilde Drei Gleichen - https://www.vdapg-gdg.de